Neue ifo-Studie belegt: Anteil von Frauen in Startup-Gründungen sinkt seit Jahren

Der Gender-Gap in Startup-Gründungen steigt laut ifo-Studie seit Jahren. Maßnahmen zur Förderung von Gründerinnen erforderlich.

Seit 2018 untersucht ASK-A-WOMAN.COM den bundesweiten Frauenanteil in den Unternehmensgründungen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr.

Eine neue Studie in Zusammenarbeit mit dem ifo Institut in München, die auf Basis von Daten der infas 360 durchgeführt wurde, belegt nun, dass

  • der Gender-Gap bei Firmenneugründungen seit Jahren stetig steigt und
  • die Pandemie diesen Trend auch noch verstärkt hat.

Warum Gründerinnen trotz mehr Aufmerksamkeit für das Gender-Thema den Sprung

  • anteilig seltener in die Startup-Gründung wagen als Männer,
  • welche Gegenmaßnahmen und Formate helfen, um mehr Gründerinnen für die Startup-Welt zu inspirieren und zu motivieren

wird das Team von ASK-A-WOMAN.COM, gegründet im Bonner Digital Hub auf den Grund gehen.

Die Stadt Bonn zeigt mit 31% (gemeinsam mit München, 32%) den bundesweit mit Abstand höchsten Frauenanteil bei Startup-Gründungen (Platz 3 Frankfurt mit nur 24%).

ifo-Studie zum Gender-Gap bei Firmengründungen

Für die Studie stellte infas 360 dem ifo Institut alle Neugründungen des Handelsregisters seit 2005 zur Verfügung. Zuvor wurde geschlechterspezifisch über den Namensabgleich in der Geschäftsführung unterschieden. Die Daten wurden für die Studie regional und branchenspezifisch ausgewertet und die Ergebnisse unter Federführung von Dr. Carla Krolage im aktuellen ifo Schnelldienst veröffentlicht. Hier geht’s zum Download.

Anlass der Untersuchung war der Gender Startup Report, der seit 2018 die Entwicklung von Gründerinnen zum Vormonat und Vorjahr vergleicht – also deutlich kurzfristiger. Dabei fiel auf, dass der Anteil in den letzten beiden Jahren stetig gesunken ist. Ziel war es daraufhin, einen längerfristigen Zeitraum wissenschaftlich fundiert untersuchen zu lassen. Der Gender Startup Report wurde in Zusammenarbeit mit infas 360 und ASK-A-WOMAN.COM ins Leben gerufen.

Ursachen verstehen – Nachfolgestudie über Gründerinnen notwendig

“Es ist insgesamt ja schon spannend, dass trotz mehr Aufmerksamkeit für das Gender-Thema die Neugründungen unter Frauen rückläufig sind, unabhängig von Corona und das schon über ein Jahrzehnt hinweg. Wir müssen uns fragen, warum das so ist!”, kommentiert Franziska Kern von infas360 die Ergebnisse. Erste Vermutungen äußert dazu die Geschäftsführerin und selber Gründerin von ASK-A-WOMAN.COM: “Laut der bisherigen Feedbacks die wir im Startup-Umfeld erhalten, gehen viele Frauen nicht so sehr ins Risiko und vernetzen sich nicht so schnell – insbesondere in Startup- und Unternehmer-Szenen mit stärkeren männlichen Netzwerken – im Gegensatz zu gründungsinteressieren Männern. Insgesamt scheint das Sicherheitsbedürfnis stärker ausgeprägt zu sein, so dass das Handeln der weiblichen gründungsinteressierten Frauen eher vorsichtiger, zurückhaltender und bedächtiger zu sein scheint. Aber das wollen wir im nächsten Schritt durch gezielte Befragungen evidenzbasiert untermauern.“

Hier geht es zu den heutigen Pressenachrichten.

https://www.infas360.de/anteil-gruenderinnen-sinkt-seit-jahren/

https://www.ifo.de/publikationen/2022/aufsatz-zeitschrift/frauen-als-gruenderinnen

Kontakt

Sie haben weitere Fragen zur Studie, zu den Daten oder wünschen sich weitere Auswertungen wie beispielsweise eine regionale Betrachtung des Gender-Gaps?
Dann kontaktieren Sie unser Team unter info@ask-a-woman.com oder die Gründerin von ASK-A-WOMAN.COM unter ozzy@ask-a-woman.com

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